Big Bang ERP Implementierung

Die „big bang“ ERP Implementierung ist eine große, einmalige Angelegenheit, wo alle Benutzer gleichzeitig zum neuen System umwechseln. Dies wird oft als „going live“ bezeichnet. Das ERP System wurde (oder sollte) intensiv getestet und vorbereitet (werden). Diese Vorbereitungsphase dauert oft Monate bevor das ERP System auf täglicher Basis benutzt werden kann.

Der live date kann auch angesehen werden als unumkehrbarer Moment in der Arbeitsweise der Organisation. Das alte System wird offline genommen, was den Umzug auf das neue System erschwert, wenn es noch nicht richtig funktionieren sollte. Aber, (gute) Implementierungsmanager sorgen für ein „fail safe“, sollte dies passieren. Es wird dann möglich sein mit einer temporären Lösung weiter zu arbeiten falls dies erforderlich sein sollte.

Vorteile

Kosten

Der einfachste Vorteil ist natürlich, dass die Implementierung viel schneller ist und wenn sie erfolgreich ist, wird sie auch viel kostengünstiger als andere Strategien. Dies ist auch der Fall, wenn Probleme in der Implementierung auftreten. Obwohl viele Dinge schiefgehen können, treten Probleme in relativ kurzer Zeit auf. Deshalb ist es weniger wahrscheinlich, dass das Unternehmen weiterhin auf Probleme stoßen würde während des Gebrauchs vom neuen System. Sobald die anfänglichen Probleme vom System beseitigt wurden, können sich alle an die neue Art und Weise zu arbeiten gewöhnen.

Kein Übergangsprozess

Ein weiterer Vorteil ist, dass kein weiterer Prozess gestartet werden muss, um in das neue ERP System einzuführen, obwohl die Benutzer intensiv in das neue System eingearbeitet werden müssen. Es ist bspw. immer eine Herausforderung klar zu machen bei parallelen Implementierung, welches System bei welchen Aufgaben verwendet werden soll. Eine Big Bang Implementierung braucht deshalb keinen Übergangsprozess und es verhindert Verwirrung bei der IT-Verwendung.

Die Nachteile

Das Übergehen zu einem neuen IT-System ist extrem komplex und daher können viele Dinge schief gehen. Dies sind oft softwarebedingte Probleme (wie Programmierfehler), aber Fehler durch Missbrauch, wegen ungenügendem Wissen innerhalb der Organisation, sind auch üblich.

Höhere Fehlerwahrscheinlichkeit

Weil Organisationen weniger Zeit für diese Strategie widmen, ist es wahrscheinlicher das Probleme entstehen könnten. Kleine Details haben oft große Konsequenzen. Wegen Zeitdrucks ist es wahrscheinlicher, dass auch kleinere Fehler gemacht werden.

Obwohl es nicht notwendig ist einen langwierigen Übergangsprozess mit den Mitarbeitern zu starten, wird die kurze Implementierungszeit eine steile Lernkurve bei ihnen erfordern. Oft stellt sich heraus das Mitarbeiter das neue System oft nicht verstehen, selbst wenn sie Schulung erhalten haben.

Wir sprachen zuvor, das Implementierungen ordentliche Vorbereitung brauchen und das sie getestet werden sollten bevor sie live gehen. Aber, es ist nicht möglich sofort alle Fehler mit diesen Tests zu finden. Das Funktionieren des ERP Systems und die Probleme, die zu Tage kommen könnten, können oft erst mit echten Daten evaluiert werden.

Unvollständige Szenarioplanung: Was muss beachtet werden?

Das selbe gilt für die Szenarios, wo was schief gehen kann. Bevor ein ERP implementiert wird, überlegen sich Firmen was alles schief gehen kann.

Beispiele für solche Szenarien sind:

  • Programmierungsfehler deaktivieren Module.
  • Automatisierte Kommunikation zwischen Partnern in der Lieferkette läuft schief.
  • Es stellt sich heraus das Mitarbeiter nicht ausreichend geschult wurden und das System falsch verwenden, was zu korrumpierten Daten führen könnte.

Aber, es ist nicht immer möglich im Vorfeld zu wissen, was alles schief gehen kann. Diese Seite beinhaltet den Anwendungsfall von der bekannten, fehlgeschlagenen Implementation von HP. Dies zeigt Ihnen, dass selbst wenn Sie alle möglichen potentiellen Probleme berücksichtigen, Überraschungen immer noch auftauchen können in den Bestellungen und dem Zeitverlauf von Szenarien.

Plötzliche Implementierungen sind destruktiv und haben einen Effekt auf die Performance

Was oft nach einer plötzlichen Implementierung einer neuen Arbeitsweise zu beobachten ist, ist ein negativer Effekt auf die Performance der Organisation. Wenn eine Organisation erfolgreich seine Mitarbeiter auf das System trainieren und vorbereiten kann, dann wird der Lernprozess viel schneller ablaufen. Nichtsdestotrotz, ein Training kann nicht versichern, dass die Verwendung reibungslos abläuft. Nur nachdem die Mitarbeiter sich vollständig an das neue System gewöhnt haben, werden verbesserte Resultate entstehen. Bis dahin müssen Sie mit negativen Effekten auf Ihren Ergebnissen rechnen.

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